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Großfeuer war eine Übung

Bexbach / Homburg 04.11.2015

Dichter „Rauch“ drang am Mittwochabend aus den Räumen des ehemaligen Hallenbades in der Nähe des Homburger Forums. Was für viele Passanten wie ein großer Brand aussah, war in Wirklichkeit eine Alarmübung der Feuerwehr.

Noch steht Katharina Michel recht entspannt und lässig am Eingang des alten Homburger Stadtbades. Es ist 19 Uhr am Mittwochabend. Im Bad selbst macht eine Nebelmaschine das, was sie am besten kann: Dichten „Rauch“. Im so völlig verqualmten Umkleidebereich liegen drei Kollegen von Katharina Michel. Alle zusammen gehören sie zur Notfalldarstellung des DRK St. Wendel. Und alle vier haben nur einen Auftrag: Es den Homburger Löschbezirken Homburg-Mitte und Kirrberg bei der abendlichen Alarmübung am und im Stadtbad so richtig schwer zu machen. Katharinas Aufgabe ist dabei eine ganz besondere, sie soll als hysterische Verletzte die Feuerwehrleute ordentlich auf Trab halten. Und genau das wird die junge Darstellerin aus der Nähe von St. Wendel wenig später auch machen.

Um kurz nach 19 Uhr alarmiert Alexander von Büren, Löschbezirksführer von Homburg-Mitte und an diesem Abend Teil der Übungsleitung, die Einsatzkräfte. Die Lage ist anspruchsvoll. Mitten im Badebetrieb kommt es zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand. Zusätzlich gilt es, im Umkleidebereich Personen zu retten. Ausgedacht haben sich die Übung die Feuerwehrleute Baris Ali und Markus Hinsberger vom Löschbezirk Homburg-Mitte. „Es handelt sich heute Abend um eine Zugübung“, erläutert Ali den Übungsumfang. „Es werden Verbrennungen und Übelkeit dargestellt, das 'Highlight' ist die Simulation eines offenen Knochenbruchs“, ergänzt Hinsberger. „Auch das DRK mit den Ortsvereinen Bexbach und Erbach wird an der Übung beteiligt sein.“

Und eben diese Übung hat es in sich. Homburg und Kirrberg fahren mit allem an, was Räder hat, einschließlich der großen Drehleiter. Die Einsatzleitung hat Volker Kern, der stellvertretende Löschbezirksführer von Homburg-Mitte. Der hat mit seinen Einsatzkräften alle Hände voll zu tun, gerade die „Verletzten“ der Notfalldarstellung machen einen guten Job. Katharina Michel wirbelt zwischen den Feuerwehrleuten hin und her, schreit, macht Stress – bis sie „zusammenbricht“. Ihre Kollegen sind in der Betreuung und Versorgung nicht minder anspruchsvoll.

Dass alle vier gerettet und versorgt werden und der Brand erfolgreich bekämpft wird, steht außer Frage. Alles klappt gut, auch als Übungsleiter Markus Hinsberger noch einen drauf setzt und einen verletzten Feuerwehrmann im Bereich der Sauna in die Übungslage einspielt. Und gerade dort, mit kontrolliertem, echten Feuer, haben die Einsatzkräfte einiges zu erledigen.

Am Ende geht alles glatt, auch wenn jede Übung aufzeigt, dass es immer Optimierungsbedarf gibt. Homburgs Wehrführer Peter Nashan: „Die Ordnung des Einsatzraumes muss noch ein bisschen trainiert werden, ansonsten war es eine gute Übung. Das Ziel ist erreicht.“ Dabei sei es natürlich auch wichtig, trotz des Übungs charakters, die Einsatzkräfte zu stressen, ergänzt Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner. „Und dann muss richtig gehandelt werden.“ Auch Alexander von Büren zieht ein positives Fazit nach Übungsende. „Das war eine schöne und realitätsnahe Übung, die den Leuten alles abverlangt hat. Das hat man gemerkt.“ Entsprechend auch die Einschätzung von Einsatzleiter Volker Kern. „Das hat schon Stress verursacht. Mir und allen Beteiligten war die Übungslage nicht bekannt. Und dem entsprechend weiß man natürlich nie, was noch einen auf einen zukommt.“ Seitens des DRK bewertete Übungsleiter Sascha Schmid die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr als gelungen, „das Übungsziel ist voll erreicht“.

Text: Saarbrücker Zeitung Ausgabe vom 05.11.2105
Fotos. Kappler Rosemarie

9. November 2015 21:06 Uhr. Alter: 4 Jahre